{"id":6,"date":"2015-03-10T17:19:12","date_gmt":"2015-03-10T16:19:12","guid":{"rendered":"http:\/\/gartenkoelsch.de\/gartenkoelsch\/?page_id=6"},"modified":"2015-07-23T15:18:38","modified_gmt":"2015-07-23T13:18:38","slug":"geschichte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/gartenkoelsch.de\/?page_id=6","title":{"rendered":"Die Geschichte"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/gartenkoelsch.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/big_13753819_0_206-280.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-38 alignleft\" src=\"http:\/\/gartenkoelsch.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/big_13753819_0_206-280.jpg\" alt=\"big_13753819_0_206-280\" width=\"206\" height=\"280\" \/><\/a>Das Gel\u00e4nde des heutigen Garten K\u00f6lsch, der alte \u201eHechtgraben\u201c, wurde erst im fr\u00fchen 19. Jahrhundert allm\u00e4hlich trockengelegt. Um 1860 errichtete der Hof- und Physikatsarzt Dr. Ludwig Westernacher (1811-1884) direkt an der Stadtmauer von 1353 als Nebengeb\u00e4ude zu seinem Anwesen (Auf dem Damm 2) ein Wohnhaus im sp\u00e4tklassizistischen Stil. Als Kenner der heimischen und fremden Flora hat er im angrenzenden Garten vermutlich auch Wildpflanzen und Heilkr\u00e4uter kultiviert.<\/p>\n<p>Im Erbgang gelangte der Besitz an seinen Schwiegersohn, den ysenburgischen Rentamtmann Louis K\u00f6lsch und dann an dessen Tochter Edith K\u00f6lsch.<\/p>\n<p>Frau K\u00f6lsch war eine au\u00dfergew\u00f6hnliche, vielseitig interessierte Frau, deren ganze Liebe ihrem Garten galt. Hier pflanzte sie fast ausschlie\u00dflich Stauden, das sind mehrj\u00e4hrige, krautige Pflanzen mit ausdauernden Wurzeln oder Rhizomen. Sie treiben in jedem Fr\u00fchjahr neu aus und sterben meist im Herbst ab (Ausnahme: z.B. Christrose).<\/p>\n<p>Von zahlreichen Reisen durch Europa brachte sie immer wieder Pflanzen und Samen mit und pflanzte sie anschlie\u00dfend in ihrem Garten ein. Die Bepflanzung erfolgte nicht nach einem bestimmten Prinzip, sondern relativ zuf\u00e4llig. Ihr Garten stand jederzeit f\u00fcr Besucher offen, f\u00fcr das botanische Fachgespr\u00e4ch ebenso wie f\u00fcr den Schwatz mit Freunden und Nachbarn. Edith K\u00f6lsch war mit manchem K\u00fcnstler gut bekannt, Namen wie der K\u00f6lner Bildhauer Gerhard Marcks oder der Berliner Maler Werner Heldt sind darunter. Eine lange Freundschaft verband sie in besonderer Weise mit Johann Heinrich H\u00f6hl, einem Sch\u00fcler Max Beckmanns.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/gartenkoelsch.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/big_13753820_0_250-250.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-39 alignleft\" src=\"http:\/\/gartenkoelsch.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/big_13753820_0_250-250.jpg\" alt=\"big_13753820_0_250-250\" width=\"250\" height=\"250\" srcset=\"https:\/\/gartenkoelsch.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/big_13753820_0_250-250.jpg 250w, https:\/\/gartenkoelsch.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/big_13753820_0_250-250-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><\/a>Edith K\u00f6lsch starb 1985 im Alter von 91 Jahren. Haus und Garten hatte sie schon zu Lebzeiten gegen eine kleine Leibrente und Wohnrecht auf Lebenszeit der Stadt B\u00fcdingen vermacht, wohl auch in der Hoffnung ihr Lebenswerk in irgend einer Form f\u00fcr die Zukunft zu sichern. Dazu ist es zun\u00e4chst nicht gekommen. Ihr Wohnhaus wurde 1996\/97 abgerissen, da man vers\u00e4umt hatte, es unter Denkmalschutz zu stellen.<\/p>\n<p>Zwar wurde nach ihrem Tode von Freunden und interessierten B\u00fcrgern eine Diskussion \u00fcber das weitere Schicksal des Gartens angeregt, die aber auf politischer Ebene nicht aufgegriffen wurde. Immerhin wurde 1987 beim Senckenberg-Institut Frankfurt eine Erfassung und Bewertung des Bestandes nebst einem Entwicklungskonzept f\u00fcr den Garten in Auftrag gegeben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Gel\u00e4nde des heutigen Garten K\u00f6lsch, der alte \u201eHechtgraben\u201c, wurde erst im fr\u00fchen 19. Jahrhundert allm\u00e4hlich trockengelegt. 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